
Orientierung beeinflusst, wie Verantwortung übernommen, Entscheidungen getroffen und Zusammenarbeit gestaltet wird. Je klarer ein Team weiss, woran es sich ausrichtet, desto leichter lassen sich Verantwortung klären, Entscheidungen einordnen und Zusammenarbeit verbindlich gestalten.Das gilt für Teams in Veränderung genauso wie für Teams, die bereits gut funktionieren. Auch starke Teams gewinnen, wenn sie ihre gemeinsame Ausrichtung regelmässig überprüfen, Erwartungen klären und Verantwortung bewusst verteilen.
Sinn ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor und eine Führungsaufgabe. Er schafft Orientierung und damit die Grundlage dafür, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und wirksam zusammenzuarbeiten.
In unserer Arbeit mit Führungskräften, Teams und Organisationen zeigt sich immer wieder dieselbe Verbindung:
Sinn schafft Orientierung. Wer weiss, woran er sich ausrichtet, kann Entscheidungen einordnen, Prioritäten setzen und auch in anspruchsvollen Situationen handlungsfähig bleiben. Das gilt für Einzelpersonen genauso wie für Teams.
Orientierung stärkt Verantwortung. Wenn klar ist, worauf ein Team oder eine Organisation hinarbeitet und wenn der gemeinsame Rahmen geklärt ist, lässt sich besser klären, wer wofür Verantwortung übernimmt und woran Entscheidungen gemessen werden.
Verantwortung verbessert Zusammenarbeit. Wo Rollen, Zuständigkeiten und Erwartungen geklärt sind, kann unnötige Abstimmung reduziert werden. Unterschiede und Spannungen lassen sich früher ansprechen und gemeinsam klären.
Zusammenarbeit ermöglicht Wirkung. Wirkung entsteht dort, wo Menschen ihre Beiträge aufeinander abstimmen, Entscheidungen gemeinsam tragen und Verantwortung übernehmen.
Die Logik dahinter ist einfach:
Sinn → Orientierung → Verantwortung → Zusammenarbeit → Wirkung
Jedes Team bringt eine andere Ausgangslage mit. Deshalb klären wir zuerst, was bereits trägt, wo geschärft werden kann und was für die gewünschte Wirkung entscheidend ist.
Je nach Fragestellung setzen wir unterschiedlich an
Die Antworten unterscheiden sich von Team zu Team und von Organisation zu Organisation. Manchmal geht es darum, Unklarheiten zu beseitigen. Manchmal darum, eine bereits gute Zusammenarbeit gezielt weiterzuentwickeln, Erwartungen noch klarer zu machen oder die gemeinsame Ausrichtung für kommende Herausforderungen zu schärfen. Die Ausgangslage bestimmt deshalb, welcher Ansatz sinnvoll ist.
Better Together richtet sich an Teams, die eine konkrete Frage zu ihrer Zusammenarbeit bearbeiten wollen.Die Leitfrage kann beispielsweise lauten: «Wie können wir gemeinsam noch besser zusammenarbeiten?» Sie lässt sich ebenso auf Führung, Rollen, Werte, Ziele oder eine konkrete Herausforderung im Team ausrichten. Der Workflow folgt acht Schritten: Check-in, Connect, Align, Imagine, Commit, Act, Debrief und Check-out.

Dabei geht es darum, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, eine gemeinsame Ausrichtung zu entwickeln und daraus verbindliche nächste Schritte abzuleiten. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Team eines Schweizer Krankenversicherers hat sich einen Vormittag Zeit genommen, um die eigene Zusammenarbeit bewusst zu überprüfen. Das Team arbeitete bereits gut zusammen und wollte bewusst prüfen, was diese Zusammenarbeit trägt und wo sie noch klarer und verbindlicher werden kann.Der Workflow half dem Team, sichtbar zu machen, was schon heute zur Wirkung beiträgt, unterschiedliche Sichtweisen zu verbinden und gemeinsam zu klären, wo noch geschärft werden kann.
Die zentrale Erkenntnis: Gerade wenn ein Team bereits stark zusammenarbeitet, lohnt sich die Frage, was heute schon gut funktioniert und was noch geschärft werden kann. Diese Auseinandersetzung schafft eine gemeinsame Grundlage für die konkrete Umsetzung im Alltag.
Hier sind Teams angesprochen, die klären wollen, was ihre Arbeit leitet und wofür sie gemeinsam stehen. Auf der Ich-Ebene entsteht die persönliche SINN-Formel. Sie verbindet vier Elemente: Standpunkt, innere Haltung, Nutzen und Nachhaltigkeit. Damit wird sichtbar, was Menschen leitet, welchen Beitrag sie leisten wollen und was ihnen Orientierung für Entscheidungen und Prioritäten gibt. Auf der Wir-Ebene wird daraus eine gemeinsame Orientierung.
Im Zentrum stehen Fragen wie:
So entsteht eine gemeinsame Grundlage, die im Alltag Orientierung gibt und konkretes Handeln erleichtert.
Der Einstieg erfolgt über einen Fokustag. Je nach Ausgangslage kann dieser durch ein Intensiv-Programm und eine Umsetzungsbegleitung über 3 bis 12 Monate vertieft werden.
Dieses Programm richtet sich an Führungskräfte und Organisationen, die ein gemeinsames Führungsverständnis entwickeln und im Alltag verbindlich verankern wollen. Ausgangspunkt ist eine Standortbestimmung: Wo besteht bereits Klarheit? Wo unterscheiden sich Erwartungen an Führung? Wo entstehen Widersprüche zwischen Anspruch und Alltag?
Darauf aufbauend entsteht ein massgeschneidertes Leadership-Programm, das gemeinsames Verständnis, konkrete Führungssituationen und die Umsetzung im Alltag miteinander verbindet. Reflexion, individuelle Begleitung und Coaching unterstützen den Transfer. So entsteht Schritt für Schritt mehr Klarheit darüber, wie Führung im Alltag gelebt werden soll und wie Führungskräfte auch in anspruchsvollen Situationen handlungsfähig bleiben.
Ein Referat kann einen ersten gemeinsamen Denkrahmen schaffen, bestehende Annahmen hinterfragen und eine Diskussion darüber eröffnen, wie Orientierung, Verantwortung und Zusammenarbeit zusammenhängen.
So entsteht ein gemeinsamer Ausgangspunkt für die weitere Arbeit.
Wer die eigene Zusammenarbeit zuerst einordnen möchte, kann mit dem Team-Check eine erste Standortbestimmung vornehmen. Der Check beleuchtet zentrale Fragen der Zusammenarbeit:
Die Auswertung zeigt, was bereits trägt und wo sich Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung zeigen. Auch bei gut funktionierenden Teams wird damit sichtbar, welche Stärken erhalten und gezielt weiterentwickelt werden können.
Der Check dauert weniger als fünf Minuten und liefert direkt im Anschluss eine persönliche Auswertung per E-Mail.
Wer das Thema für sich einordnen und erleben möchte, wie aus individueller Orientierung gemeinsame Ausrichtung entsteht, findet im Fokustag «Arbeite mit SINN und Wirkung» einen konkreten Einstieg. Der Tag richtet sich an Mitarbeitende aller Funktionsstufen, Führungskräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer.
Im Zentrum stehen zwei Methoden.
Die SINN-Formel besteht aus vier Elementen: Standpunkt, innere Haltung, Nutzen und Nachhaltigkeit. Sie hilft dabei zu klären:
Das Ergebnis ist ein persönliches SINN-Profil als Orientierung für Entscheidungen, Prioritäten und Verantwortung.
Im zweiten Teil wird dieselbe Logik auf die Zusammenarbeit übertragen. Mit dem Better Together Workflow entsteht aus individuellen Perspektiven eine gemeinsame Ausrichtung. Die Teilnehmenden erfahren, wie Erwartungen sichtbar gemacht, unterschiedliche Sichtweisen verbunden, Verantwortung geklärt und konkrete nächste Schritte verbindlich festgelegt werden können.
Geleitet wird der Tag von Sacha Johann, Head of Training und Managing Partner bei Premotion, Sparringpartner für Führungskräfte, Teams und Organisationen sowie Autor von «arbeite mit SINN!».
Freitag, 20. November 2026, 9–17 Uhr, Hotel Seeburg, Luzern. CHF 490, inklusive Pausenverpflegung und Mittagessen, dem Fachbuch «arbeite mit SINN!», einem grossformatigen SINN-Canvas und dem SINN-Journal für den Transfer in den Alltag.
Anmeldung: premotion-registration.ch/bootcamps